A Travellerspoint blog

Tag 4 Fortsetzung

RÜCKKEHR NACH WIEN

sunny 20 °C

Nachdem wir die Staustufe Gabcikovo schon am späten Vorabend passiert hatten, hatten wir eine ruhige Nacht verbracht. Gerade als wir zum Kraftwerk Freudenau kamen, waren wir auf dem Weg zum Frühstück. Zwischen 07:30 bis 08:45 Uhr konnten wir noch das Frühstücksbuffet genießen. Wir hatten es diesmal nicht so eilig. Ich hatte extra den späteren Zug gebucht, nachdem wir bei unserer letzten Ankunft in Wien so wenig Zeit hatten vom Schiff zum Bahnhof zu gelangen. Bis 08:30 Uhr mussten wir die Koffer vor die Kabinentüre stellen, damit sie zur Rezeption transportiert werden würden. Als wir zur Kabine zurückkehrten, lag schon frische Bettwäsche auf dem Schreibtisch. Lange hatte das Kabinenpersonal nicht Zeit, die Betten zu überziehen, denn um 14:00 Uhr begann schon das nächste Borden.

Doppelkabine auf der MS Primadonna

Doppelkabine auf der MS Primadonna

Das Schiff näherte sich dem Anleger Nussdorf. Es war schön, dass wir uns Zeit lassen konnten. Sobald das Schiff festgemacht hatte, begann schon die Drängerei. Jeder wollte der Schnellste sein. Wir ließen den großen Ansturm vergehen. Wir mussten bis 10:00 Uhr das Schiff verlassen. Unser Zug würde erst um 12:25 Uhr von Wien Hauptbahnhof abfahren. An der Rezeption deklarierten wir dann unseren Koffer. Einer vom nautischen Personal brachte uns die Koffer dann bis zum Kai. Während unseres Spaziergangs zurück zum Bahnhof Nußdorf konnten wir uns von der Donau verabschieden, auf der wir vier herrliche Tage verbracht hatten.

In Nußdorf warteten wir bei der Haltestelle auf die „D“. Mit dieser Straßenbahnlinie würden wir wieder eine Stadtrundfahrt durch Wien zurück zum Ostbahnhof machen. Jetzt wussten wir schon, wie es funktioniert. Fahrkarten hatten wir bereits bei unserer Ankunft in Wien auch für die Rückfahrt gekauft, denn hier gibt es keinen Ticketautomaten. Die „D“ ließ nicht lange auf sich warten, wir stiegen ein und fuhren los.

Haltestelle Nußdorf der Straßenbahnlinie D

Haltestelle Nußdorf der Straßenbahnlinie D

Nach gut 45 Minuten Fahrzeit erreichten wir den Ostbahnhof. Diesmal waren wir ohne Hetzerei so rechtzeitig am Bahnhof, dass wir auch den früheren Zug erreicht hätten, aber unsere Sparschiene Tickets hatte nur Gültigkeit für den Zug um 12:25 Uhr. So gingen wir zum Hauptbahnhof, wo es sehr viele Geschäfte gibt. Dort konnten wir uns auf jeden Fall die Zeit vertreiben. Etwas Gebäck und ein Wasser wurden als Reiseproviant gekauft. Gusti hatte noch Hartwürstel mit, die sie dann im Zug aufschnitt. Wir drei Weiber vertrieben uns die Zeit mit einigen Runden Schnapsen, während sich Peter in die Zeitung vertiefte. Zwischendurch ließen wir uns vom Bordservice einen Kaffee servieren und schon ertönte über Lautsprecher, dass wir in Kürze den Bahnhof St. Veit an der Glan erreichen würden.

Jetzt müsste nur noch mein Auto vor der Tür stehen, dann war alles perfekt gelaufen. Eine halbe Stunde Autofahrt trennte uns noch von zu Hause. Gusti und Peter wurden von ihren Enkelkindern schon sehnsüchtig erwartet. Herzlich war die Verabschiedung und wir hoffen, dass es nicht das letzte Mal sei, das wir gemeinsam verreist waren.

UND NOCH EIN WORT ZUR REISE

Bei dieser Reise hatten wir für den Fahrpreis von Euro 249,00 wirklich viel geboten bekommen. Einzig bei der Massage sind wir durchgefallen. Das nächste Mal wissen wir, dass wir gleich beim Einchecken einen Termin für diese Dienstleistung vereinbaren müssen, bevor alle Termine ausgebucht sind. Das Schiff ist sicher das schönste auf dem wir bis jetzt unterwegs waren – kein Wunder, es ist auch das teuerste je gebaute Flusskreuzfahrtschiff. Die Kabinen waren sehr geräumig – welch Überraschung, denn in der Ausschreibung war eigentlich von Stockbetten die Rede. Es war überall blitzblank. Das Personal war sehr aufmerksam und zuvorkommend und hat auch gut Deutsch gesprochen. Das Essen war köstlich und wir waren sehr dankbar dafür, einmal bei der Aufzeichnung einer Kochshow dabei sein zu können. (Wir sind im Hintergrund als Statisten zu sehen auf: http://www.puls4.com/kochmitoliver/videos/Ganze-Folgen/Koch-mit.-Oliver-vom-09.10.2016) Man sieht, dass es auch ohne Kreuzfahrtdirektor geht. Die Damen an der Rezeption hatten alle Ausflüge gut organisiert und abgewickelt. Der Kapitän hat immer wieder die wichtigsten Sehenswürdigkeiten rechtzeitig angekündigt und erklärt. Rundum war es eine tolle Reise.

Dank an Mutti, Gusti und Peter, die es geschafft haben, die Reise mit mir zu genießen. Es war so schön, dass wir es wiederholen sollten!

Posted by fegoesrhein 16:55 Archived in Austria

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